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Schwarzer
Holunder, Sambucus nigra
Der Holunderbusch, auch "Holler" genannt, wächst gerne
in alten Gärten, dort früher angepflanzt, gehegt und gepflegt. Aber
auch an Wegesrändern, Feldrainen und Waldrändern ist er oft zu sehen.
Es ranken viele alte Überlieferungen und Sagen um diesen legendären
Busch, der durchaus eine mächtige Baumesgröße erreichen kann. Früher
galt das Abhacken von Holunderästen oder gar Fällen eines Hollers als
verpönt und gefährlich, denn in jedem Holler soll ein Holundergeist
wohnen. Dieser Geist mußte erst mit Versen und Ritualen beschwichtigt
werden, bevor man sich an den Busch herantraute. Von Mitte Mai bis
Ende Juni zeigt sich der Holler in seiner vollen, weißen und weithin
duftenden Blütenpracht, ein imposanter Anblick! Die Blüten, gut gegen
Fieber, Erkältungen, Husten und Grippe, als Schwitzkuren, werden im späten
Frühjahr geerntet, wenn sie in voller Pracht da sind, die Beeren im
Frühherbst, wenn sie richtig dunkel sind. |
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Unreife und rohe Beeren sind ebenso leicht giftig wie die Blätter und die
Rinde des Hollers. Die
Holunderbeeren
sind leicht abführend. Sie haben einen hohen Anteil Vitamin C und
sind, als Saft getrunken, geeignet die körpereigenen Abwehrkräfte im
Winter zu steigern, so daß es gar nicht erst zu Erkältungen kommt. |
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Der Saft enthält auch das schützende Spurenelement Selen, das in unserer
Nahrung kaum vorkommt.. Die Beeren sind nicht geeignet für den Kombuchaansatz, da sie auch
Fruchtsäuren enthalten und dem Pilz schaden könnten. Wohl aber können Sie
im fertig abgefüllten Kombuchagetränk die Beeren mit nachgären lassen, da
dort der Pilz ja nicht mehr enthalten ist. Die Sammelzeit
für die Blüten ist im Juni und Juli, für die Beeren im September und
Oktober.
Der schwarze Holunder kommt fast überall in den
gemäßigten Breiten vor, wird oftmals auch kultiviert. Er kann vermehrt
werden, indem man im zeitigen Frühjahr Äste ausbricht oder besser
ausschneidet und als Steckhölzer an die gewünschte Stelle steckt. Zeitig
genug gesteckt, treiben die Äste dann Wurzeln. Wenn Sie ihn bei sich in
der Nähe anbauen wollen, so suchen Sie bitte einen Ort aus, an dem er
viel, viel Platz hat und sich auch wirklich gut entwickeln kann. Ob Sie
ihn im eigenen Garten ansiedeln wollen, richtet sich nach der Größe Ihres
Gartens, denn ein wenig voraus gedacht, sollten Sie die mächtige Größe
bedenken, die er erreichen kann..... Ist Ihr Garten nicht wirklich richtig
groß, so können Sie Steckhölzer vielleicht besser in Ihrer Nähe an einem
Waldweg, einem Feldhain oder einem Stück Brachland stecken, wo er sich so
richtig ausbreiten kann. Bedenken Sie nicht nur den Platz, den er braucht,
sondern bitte auch, daß es ein sonniges Fleckchen ist. Bäume in der Nähe,
die heute noch klein sind, können in einigen Jahren schon viel Schatten
werfen und ihm die Kraft nehmen. In vielen Gegenden ist die Ansiedelung
aber gar nicht nötig, da er ausreichend vorhanden ist.
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Der Holunder
kann bis zu zehn Metern Höhe und mehr erreichen, ist breit ausladend
und buschig. Hier im Bild vor einer mächtigen Buche. Die Borke der
Stämme und Äste riecht etwas unangenehm. Die Zweige sind innen hohl
und enthalten ein weiches Mark. Daher wurden Holunderzweige
traditionell auch zum Bauen von Flöten verwendet. Die
ovalen Blätter sind
unpaarig gefiedert. |
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Der Holunderbusch ist allgemein gut bekannt und hoch geschätzt als
Heilpflanze, schon die alten Druiden verehrten den Holderbusch als etwas ganz
Besonderes!
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Geerntet werden die Blütendolden,
die eigentlich Scheindolden sind, während des zunehmenden Mondes und noch besser kurz vor oder
bei Vollmond (Mondphase, nicht Tageszeit), da sie dann den höchsten
Energiestand haben. |
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Den richtigen Zeitpunkt abpassen:
Holunderblüten sollten Sie nur ernten, wenn sie offen sind und der gelbe
Blütenstaub noch zu sehen ist. Weiße, verblühte oder nasse Dolden sollten
tabu sein!
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Sammeln Sie die Blüten bei Sonnenschein am Vormittag,
dann haben sie die meiste Energie, sind trocken und voll aufgegangen. |
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Die Verwendung:
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Der Blütenaufguß oder Blütentee sollte mindestens
zehn Minuten ziehen. Er ist das ideale
Erkältungsmittel, sehr entspannend und leicht schweißtreibend, dadurch
auch fiebersenkend. Der Blütentee/ -aufguß festigt die Schleimhäute der
Nase und des Nasen-Rachenraumes, die dadurch widerstandsfähiger werden
gegen Infektionen. Er wird bei chronischem Katarr, Ohreninfektionen,
Hautunreinheiten, Allergien, Candidamykose, Neuralgien, Verstopfung,
Rheuma, Arthritis und zur Stärkung des Abwehsystems genommen. Gleichzeitig
wirkt er Entzündungshemmend, Harntreibend und Blutreinigend. Durch die schweiß- und
harntreibende Wirkung der Holunderblüten werden Stoffwechselendprodukte,
sprich Abfallprodukte, sog. Metaboliten, ebenso aus dem Körper
ausgeschwemmt wie Krankheitskeime, Bakterien und Viren. Dadurch erklärt
sich die positive Beeinflussung bei Infektionskrankheiten, Rheuma und
Arthritis.
Kopfschmerzkompresse: einen Umschlag aus frischen oder
getrockneten
Holunderblüten mit Essig auf den Nacken legen.
Umschlag bei Ohrenschmerzen:
Frische oder
getrocknete Blüten auf Dampf erwärmen -
über kochendes Wasser einen umgedrehten
Kochtopfdeckel legen und den Umschlag
darüber erwärmen.
Augenspülung: bei
roten Augen
kalten Tee zum
Spülen nehmen.
Die getrockneten Hollerblüten eignen sich sehr
gut zur Herstellung eines guten Kräutertees,
die Inhaltstoffe
werden
im Kombucha-Ansatz vergoren, nochmals aufgeschlüsselt und dienen
Ihnen somit doppelt so gut!
Die Aufschlüsselung durch Fermentation, Vergärung wurde schon von Paracelsus
praktiziert um die Wirkstoffe der Kräuter besser nutzen zu können, z. B.
im Sauerkraut.
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Inhaltsstoffe |
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Wirkungen |
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Flavonoide |
Erkältung, Husten, Grippe |
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Glycoside |
Entzündungshemmend |
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Phenolcarbonsäuren |
Stärkung des Immunsystems |
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Triterpene |
Hautunreinheiten |
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Sterine |
Rheuma, Arthritis |
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Cholin |
Neuralgien, Krampflösend |
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Gerbstoffe |
Harntreibend |
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Vitamin C |
Blutreinigend |
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Die Verarbeitung:
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Ein Korb voll frisch gesammelter Holunderblüten am
27. Juni. |
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Blüten des schwarzen
Holunders -
Sambucus nigra:
Heilkraft der Natur
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Holunderblüten ausgebreitet zum Trocknen am 27.
Juni. |
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Holunderblüten während des Trocknens am 29. Juni. |
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Trockene Holunderblüten am 7. Juni. |
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Andere Namen: Holler, Holder, Elder, Aalhorn, Ahorn, Flieder,
Aalhorn-Flieder.
Übrigens ist die Hollersalse, Holunderbeerenmus oder -gelee eine besondere
Spezialität, sehr lecker und gesund!
Rezeptbeispiel: An Zutaten nehmen Sie ein Kilo reife Holunderbeeren, 600
Gramm Gelierzucker und zwei bis drei Äpfel.
Die Beeren und Äpfel
waschen und mit einem halben Liter Wasser auskochen. Anschließend durch
ein Sieb gießen. Den so gewonnenen Sirup mit dem Zucker zusammen einkochen
bis die Masse geliert. Dabei laufend abschäumen, damit das Gelee klar
bleibt. Heiß in Gläser geben, zubinden.

Mein Tipp:
Nehmen Sie einen guten Kombucha-Teepilz für ein gutes
Kombucha-Getränk!
Mit dem Kombucha können Sie die Kräuter noch
besser nutzen!
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