|
|
 |
|
Schwarze
Johannisbeerblätter, Folia Ribis nigri
Der schwarze Johannisbeerstrauch kommt in den
gemäßigten Zonen Europas, überwiegend kultiviert in Hausgärten vor, ab
und an auch mal verwildert an Wald- und Wegrändern. Früher wurde er
auch als "Gichtstock" bezeichnet, denn bei der Gicht soll er recht
wirkungsvoll sein. Er wird anderthalb bis zwei Meter hoch, ist ein
laubabwerfender Strauch mit drei- bis fünflappigen Blättern, kleinen,
glockenförmigen, weiß-grünen Blüten und blau-schwarzen, süß-sauren und
aromatisch riechenden Beerenfrüchten in Traubenform. Die Ernte der
Blätter erfolgt im Frühjahr, wenn sie noch eine kräftig hellgrüne
Farbe haben, die der Früchte im Hochsommer, Juli bis August, wenn sie
richtig schwarz sind.
Die genaue Herkunft des Strauches ist bis heute noch unbekannt,
vermutet wird, daß er im nördlichen Europa seine Heimat hat.
Heilwirkungen werden den Blättern ebenso zugeschrieben wie den Beeren,
die einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C haben. Die Früchte verwendet
man zur Herstellung von Johannisbeersaft, -wein, -kompott, -gelee und
-marmelade.
|
Aus den Blättern bereitet man einen Aufguß oder Tee, der schwach Harn- und
Schweißtreibend wirkt und durch seine flüssigkeitsausschwemmende Wirkung das Blutvolumen
reduziert und dadurch zu einer Blutdrucksenkung beiträgt. Als Gurgelwasser
benutzt man den Tee bei Halsschmerzen und Munderkrankungen ein. Die
Wirkstoffe der Blätter erhöhen die Cortisonsekretion der Nebennierenrinde
und regen dadurch die Aktivität des sympathischen Nervensystems an, was
bei streßbedingten Beschwerden von Vorteil ist.
Die frisch zerriebenen Blätter werden zur Behandlung
von Insektenstichen
und zur Wundheilung
verwendet.
Tee aus den Blättern der Schwarzen Johannisbeere nicht
verwenden bei Ödemen, die durch eine eingeschränkte Nieren- oder
Herztätigkeit bedingt sind. Erkrankungen dieser
Ursache bedürfen der Behandlung durch den Arzt!
Die Johannisbeerarten waren in der Heilkunde der Antike unbekannt. Im 16.
Jahrhundert kannte man die rote Johannisbeere als Heilpflanze. Nur
vereinzelt wird auf die schwarze Johannisbeere hingewiesen, die erst im
18. Jahrhundert in den Arzneischatz Eingang fand. Seit Mitte des 18.
Jahrhunderts wird die Schwarze Johannisbeere kultiviert.
 |
|
Der Saft der Beeren hat durch seinen außerordentlich hohen Gehalt an
Vitamin C Heilwirkung bei allen Erkältungskrankheiten und stärkt das
Abwehrsystem, wird aber auch bei Verdauungsbeschwerden und Durchfall
genommen. |
|
 |
Heute sind die schwarzen Johannisbeeren weit verbreitet und geliebt. Sie
finden sie schon in fast jedem Hausgarten kultiviert und es gibt kaum eine
Gärtnerei, die sie Ihnen nicht in ihrem Sortiment anbietet.
 |
Geerntet werden die
jungen Blätter während des zunehmenden Mondes und noch besser kurz vor oder
bei Vollmond (Mondphase, nicht Tageszeit), da sie dann den höchsten
Energiestand haben. Dies natürlich im Frühjahr,
wenn sie noch eine
frisch-hellgrüne Farbe haben. |
 |
| |
 |
Die Verwendung:
|
|
|
Verwendung finden die schwarzen Johannisbeerblätter als Tee oder Aufguß.
Sie sind als ein aromatischer Haustee hoch geschätzt und sehr gesund,
reich an Vitamin C, stärken das Immunsystem, oft verwendet bei
Erkältungskrankheiten. Auch im Kombucha-Kräuter-Ansatz sind sie ein gutes
Hausmittel, dessen Inhaltsstoffe durch den Gärprozeß nochmals
aufgeschlüsselt werden und somit Ihnen doppelt dienen.
Die Aufschlüsselung durch Fermentation, Vergärung wurde schon von Paracelsus
praktiziert um die Wirkstoffe der Kräuter besser nutzen zu können, z. B.
im Sauerkraut.
|
Inhaltsstoffe |
 |
Wirkungen |
|
Gerbstoffe |
Erkältungskrankheiten |
|
Vitamine |
Fäulniswidrig, Gurgeltee |
|
Flavonoide |
Schwach Harntreibend |
|
Ätherische Öle |
Schwach Schweißtreibend |
|
Proanthocyanidine |
Blasenleiden |
|
Pektin |
Gicht, Rheuma |
|
Kalium |
Verdauung, Durchfall |
|
Anthocyane |
Wassersucht |
| |
 |
Die Verarbeitung:
|
|
|
Andere Namen: Ahlbeere, Alantbeere, Schwarze Krausbeere, Ribisel,
Bocksbeere, Cassis, Gichtbeere, Schwarze Träuble.
Mein Tipp:
Nehmen Sie einen guten Kombucha-Teepilz für ein gutes
Kombucha-Getränk!
Mit dem Kombucha können Sie die Kräuter noch
besser nutzen!
Möchten Sie zu meinen
Kräuterrezepten, dann klicken Sie
hier.
Buchempfehlungen
jetzt bestellen
|
|
|